Lightning, Bitcoin und die Zukunft

Lightning, Bitcoin und die Zukunft

Staatliche Kryptowährungen und der Bitcoin

Im folgenden Artikel gehe ich auf ein paar wichtige Nachrichten aus den letzten Tagen ein, die den Kryptomarkt in den nächsten Monaten stark beeinflussen können. So werden staatliche Kryptowährungen immer salonreifer und beginnen bereits, Fiat-Währungen abzulösen. Der Block Reward wird in der Ethereum-Blockchain von 3 auf 2 ETH geändert. Der Bitcoin wird im Herbst eine weitere Wertsteigerung erfahren, durch Vorhaben wie zum Beispiel Bakkt.

Bitcoin löst den Euro ab?

Das wird wohl nicht so schnell der Fall sein, dass der Bitcoin den Euro ablöst, jedoch passieren ähnliche Dinge bereits in anderen Staaten. In Venezuela, Iran, Korea und Dubai gibt es bereits staatlich unterstützte Kryptowährungen, die wie die Fiat-Landeswährung genutzt werden können. In anderen Ländern laufen Projekte, welche untersuchen, wie von staatlich unterstützten Kryptowährungen profitiert werden kann. Hierzu gehört Russland, Schweden und Japan. Wobei Japan schon bekannt dafür ist, seit längerem den Bitcoin als Zahlungsmittel in der Fläche zu unterstützen.

Die Vorteile von staatlich unterstützten Kryptowährungen liegen auf der Hand. Durch die quasi-Kontrolle des Staates über die entsprechende Blockchain wird es sehr viel einfacher, den Geldfluss zu beobachten und ggfs. Steuern zu erheben, als dies mit globalen Kryptowährungen, wie dem Bitcoin möglich ist. Trotzdem sehe ich es als ein positives Zeichen, da durch dieses Vorgehen von einer weit größeren Anzahl an Menschen Kryptowährungen als probates Zahlungsmittel verstanden werden. Dies schließt auch die globalen Kryptowährungen, wie zum Beispiel den Bitcoin oder Bitcoin Cash mit ein. Es trägt zu einer weiteren Dezentralisierung des Geldsystems bei, was ich ebenfalls als sehr positiv sehe.

Bei Ethereum wird der Block Reward gesenkt

Es wurde diese Tage beschlossen, dass mit dem nächsten Update (Constantinopel) in der Ethereum-Blockchain die Belohnung für einen getroffenen Block von 3 ETH auf 2 ETH verringert wird. Dies wird all diejenigen treffen, die ETH-Mining betreiben und plötzlich 33% ihrer Einnahmen verlieren, bei gleichen Kosten. Dies wird auch als die sogenannte „Eiszeit“ in der Ethereum-Blockchain bezeichnet, d.h. die Zeit, in der es als Miner immer schwieriger werden wird, profitabel zu wirtschaften. Gleichzeitig wird die Schwierigkeit in der Ethereum-Blockchain ständig erhöht, was dazu führt, dass mit gleichbleibender Hash-Power weniger Blöcke getroffen werden. Also nochmal mehr Druck auf die Rendite beim ETH-Mining ausgeübt wird.

Was ist Proof-of-Stake?

Die Ethereum Community bereitet so den Umstieg von Proof-of-Work zu Proof-of-Stake vor. Letzteres nutzt ein anderes Konsensus-Modell als PoW, nämlich ein System, das man mit einem Pfandsystem vergleichen kann. Kurz erklärt funktioniert es so, dass der Teilnehmer am PoS einen gewissen Betrag an ETH hinterlegt. Bestätigt dieser Teilnehmer nun die Korrektheit einer Transaktion und er schummelt dabei, so können seine hinterlegten ETH eingezogen werden. Diese Art des Betriebs einer Blockchain ist viel weniger ressourcenaufwändig, jedoch in der Praxis bisher auch noch wenig erprobt.

Kursbewegung

Welche Bewegung wird diese Änderung im ETH-Kurs nach sich ziehen? Die Meinungen gehen hier auseinander. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass je näher der Zeitpunkt der Umstellung auf PoS rückt, desto mehr Teilnehmer an der Ethereum-Blockchain sich mit zusätzlichen ETH eindecken werden. Dies müsste dann zu einem deutlichen Kursanstieg führen. Da es jedoch zurzeit heftige Diskussionen um PoS gibt, kann man dies nicht mit Sicherheit sagen und es bleibt weiter spannend bei ETH. Ich selbst bin jedoch optimistisch und werde meine ETH halten und hoffe somit auf einen kräftigen Preisanstieg.

Weitere Infos zum Mining-Markt gibt es auch in diesem Beitrag: Mining-Markt im Wandel

Goldener Herbst für den Bitcoin

In den letzten Wochen können wir beim Bitcoin-Kurs eine Seitwärtsbewegung beobachten mit leichter Tendenz zu höheren Niveaus. Dies ist charakteristisch für die aktuelle Phase, in der sich der Bitcoin befindet, also nach einer Korrektur des Peaks von Dezember 2017. In dieser Zeit freuen sich besonders versierte Trader, die Emotionen völlig ausblenden können, dass sie über kurzfristige Trades ihre Profite erzielen. Mittel- und langfristige Anleger sind eher am Kursniveau interessiert, als an einzelnen Tagesausschlägen. Wie sieht es also beim Bitcoin mittelfristig aus?

Im letzten Monat hatte sich wieder ein Trend in Richtung +7.000 USD gebildet, der heute von 7.400 USD auf ca. 7.000 USD korrigiert wurde. Ob sich diese Korrektur auf Gewinnmitnahmen oder viel beschworene Kursmanipulationen zurückführen lässt, ist aktuell noch nicht zu sagen. Trotzdem bestätigt der Bitcoin-Kurs seinen Aufwärtstrend. Gestützt wird dies durch einige Entwicklungen in der Bitcoin-Blockchain, sowie Vorhaben wie Bakkt.

Lightning Network als Turbo für Bitcoin

Das Lightning Network, das wie ein Aufsatz für die Bitcoin-Blockchain fungiert, um die Skalierbarkeit des Bitcoins zu erhöhen, findet immer mehr Zuspruch. Auf der Seite 1ML kann man dies in entsprechenden Statistiken verfolgen. Die Anzahl der teilnehmenden Nodes ist in den letzten 30 Tagen um über 10% und die etablierten Channels sind um über 40% in der gleichen Zeit gestiegen. Dies spricht dafür, dass das Lightning Network immer mehr Akzeptanz findet. Je mehr Nodes sich am Lightning Network beteiligen, umso besser für die Skalierbarkeit des Bitcoins.

Trotzdem befindet sich das Lightning Network noch in einer frühen Phase. Die vorhandenen Herausforderungen, besonders bei Kleinstbeträgen, müssen gelöst werden.

Bakkt

Als viel wichtiger als das Lightning Network könnte sich die angekündigte Plattform eines Konsortiums aus International Exchange (ICE), Boston Consulting Group, Starbucks und Microsoft erweisen. ICE ist übrigens die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange (NYSE).
Das Konsortium will eine Digital Asset Plattform schaffen, die sich vor allem an institutionelle Anleger wendet. Diese warten schon seit längerem darauf, entsprechende Infrastruktur zur Verfügung gestellt zu bekommen, um ihre Geschäfte darüber abwickeln zu können.

Für den Bitcoin-Kurs ist dies relevant, da es auf dieser Plattform ausschließlich um sogenannte „physische“ Bitcoin-Geschäfte gehen soll. Das bedeutet, es werden keine Futures gehandelt oder Leergeschäfte getätigt, sondern hinter jeder Transaktion stehen auch tatsächlich Bitcoins.

Je nach Handelsvolumen auf Bakkt könnte dies für den gesamten Kryptowährungsmarkt bedeuten, dass Manipulationen durch Futures o.ä. nicht mehr so einfach möglich sind. Institutionelle Anleger haben ein weitaus größeres Volumen an Mitteln zur Verfügung als die aktuelle Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes (ca. 225 Mrd. USD zum Zeitpunkt der Entstehung des Beitrags). Je größer die Marktkapitalisierung ist, desto weniger Einfluss werden Manipulationsversuche haben. Diese Sicherheit wird weiteres Kapital anziehen.

Im Endeffekt bedeutet dies, dass der Bitcoin-Kurs weiter steigen wird. Ob dadurch die nächste Kursralley ausgelöst werden wird, wird sich zeigen. Jedoch stehen die Zeichen günstig.

Der Zieltermin für Bakkt ist der 05. November 2018. Schauen wir mal, ab wann der Bitcoin durchstartet oder ob er sich gemächlich in neue Höhen aufschwingt.

Viele Grüße,

Wido Gleich alias SmartDigger

Infos zum Bitcoin-Mining und wie jeder davon profitieren kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.