Crash, Panik – ist nun alles vorbei? Und wer ist HODL?

Ist der Kryptowährungsmarkt am Ende? Werden wir noch mehr Panikverkäufe sehen? Ist die ganze Idee der demokratischen Währung auf Basis der Blockchain-Technologie nun ad absurdum geführt? Wie geht es nun weiter? Und was bedeutet eigentlich HODL?

Diese Fragen repräsentieren ca. 80% der Gespräche, die ich in den vergangenen Wochen geführt habe. Viele besorgte und verängstigte Menschen, die in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres investiert hatten, hatten verständlicherweise diese Sorgen. Oberstes Gebot bei riskanten Investitionen, wie zum Beispiel bei Kryptowährungen ist immer Gelassenheit und Ruhe. Panik und Angst sind die schlechtesten Ratgeber, wie man schon länger weiß.

Crypto-Crash

Ende Dezember vergangenen Jahres crashte der Kryptowährungsmarkt erheblich, nachdem er davor ein neues All-Time-High gesehen hatte. Allen voran der Bitcoin, der mit $20.000 USD seinen Höchststand markierte. Bei vielen Einsteigern, die vor allem in den letzten 2-3 Monaten eingestiegen sind, breitete sich Panik aus. Keiner wollte den Zug verpassen, doch nun scheint er mit voller Geschwindigkeit aus den Gleisen gekippt zu sein. Jetzt also alles wieder schnell verkaufen, um die Verluste zu minimieren?
Das ist wohl das schlimmste Szenario, das sich ein Anleger im Kryptowährungsmarkt ausmalen kann. Ein Punkt, weshalb ich selbst nur mit übersichtlichen Volumen in kurzfristige Investitionen einsteige. Es ist einfach schon zu häufig vorgekommen, dass man zum falschen Zeitpunkt kauft und dann auch noch aus Angst zu einem noch schlechteren Zeitpunkt wieder verkauft. 🙂 Dies endet mit einer fatalen Geldvernichtung, vor allem bei unerfahrenen Anlegern im Kryptowährungsbereich.Ist der Kryptowährungsmarkt am Ende? Werden wir noch mehr Panikverkäufe sehen? Ist die ganze Idee der demokratischen Währung auf Basis der Blockchain-Technologie nun ad absurdum geführt? Wie geht es nun weiter? Und was bedeutet eigentlich HODL?

Dass der „Crash“, den ich lieber als eine Korrektur bezeichnen möchte, weitestgehend vorhersehbar war, möchte ich am Beispiel des Bitcoin erläutern.

Vergleich Bitcoin Hickups

Vergleich BTC Ende 2017 und Anfang 2017

Bitcoin

Der Bitcoin hat in den letzten Jahren quasi immer wieder das gleiche Bild abgegeben. Am Beispiel der letzten zwei Hochphasen möchte ich dies kurz darstellen.

Ende letzten Jahres fand eine unheimliche Kurs-Ralley statt, bei der führend der Bitcoin sein All-Time-High über 20.000 USD markierte. Danach begann die Talfahrt, die ihre Ursache in verschiedenen Punkten hatte:

  • Allen voran Gewinnmitnahmen von großen institutionellen Anlegern.
  • Die ersten Futures liefen aus und mussten bedient werden.
  • Weitere Gewinnmitnahmen aus steuerlichen Gründen im Januar, da damit das neue Steuerjahr begonnen hatte und der Zeitpunkt, bis zu dem Kapitalertragssteuern abgeführt werden müssen sich auf das Jahr 2019 verschoben hatte.
  • Panikverkäufe von anderen Anlegern.

In den abgebildeten Kursverläufen ist zu erkennen, dass sich Anfang 2017 praktisch das fast gleiche Bild im Bitcoin-Kurs geboten hatte. Dies war schon die Jahre davor ein ähnliches Spiel – nicht immer im Januar, aber meist um das erste Quartal herum.
Wenn man sich den Kursverlauf weiter anschaut, dann war es bisher immer so, dass der Trend nach einer Konsolidierungsphase im Mittel stetig aufwärts ging, so dass diese Hickups Ausschläge markieren auf dem stets ansteigenden Bitcoin-Kursverlauf. Dies ist zwar keine Garantie, aber es spricht doch sehr viel dafür, dass dies auch dieses Jahr wieder so sein wird.

HODL – hold!

Immer wieder hört und liest man HODL! Hodl ist abgeleitet aus dem englischen „hold“, also halten. Es gibt Gerüchte, dass 2013 ein Bitcoin-Besitzer in einem nicht ganz nüchternen Zustand einen Beitrag in einem Bitcoin-Forum verfasst hat und diesen mit „I AM HODLING“ im Betreff bezeichnete.

Seitdem ist dies ein geflügelter Begriff in der Kryptoszene und bedeutet, dass man die Bitcoins oder eben auch andere Coins hält und nicht verkauft, ungeachtet dessen, dass der Markt eine Korrektur erfährt.

Das Ganze hat inzwischen schon etwas Kultiges an sich. Ich für meinen Teil bin auch eher ein Hodler, bzw. investiere grundsätzlich lieber langfristig, als auf kurze Sicht.
Nachdem sich in den vergangen Tagen anscheinend ein Boden am Kryptomarkt gebildet hat, sieht es so aus, dass sich dies nun alles etwas beruhigen wird.

Am 16. Februar 2018 ist das chinesische Neujahrsfest, dem große Bedeutung auch in der Kryptoszene beigemessen wird. Davor benötigen viele Chinesen Geld, um ein entsprechendes Fest und Geschenke zu organisieren und so werden auch reichlich Kryptoinvestments verflüssigt, was sich entsprechend auf die Kurse ausgewirkt hat. Danach ist in der Regel wieder die Kauflaune am Kryptomarkt größer und es wird davon ausgegangen, dass sich dies dann auch positiv auf die Kurse von Bitcoin & Co. auswirken wird.

Wir können also gespannt sein, was sich in den kommenden Tagen tun wird. Ich wünsche uns zum chinesischen Neujahrsfest, an dem das Jahr des Erd-Hundes eingeläutet wird, einen langanhaltenden Anstieg der Kurse im Kryptomarkt.

So long… SmartDigger!

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